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Warum Jet Cards nicht so lukrativ sind wie es scheint

Posted on by Marcel Wepfer

Die Vorteile von Jet Cards scheinen auf der Hand zu liegen. Sie kaufen ein bestimmtes Stundenkontingent und profitieren somit von einem günstigeren Preis pro Flugstunde und der Zusicherung, dass Sie stets Zugriff auf die Flotte des Anbieters haben.

Schauen Sie vor der Entscheidung, ob Jet Cards oder eine andere Lösung, beim Kleingedruckten genau hin. Denn meist geben erst die vertraglichen Details Auskunft darüber, ob sich Jet Cards tatsächlich lohnen.

Die (vermeintlichen) Vorteile von Jet Cards

Mit Jet Cards bezahlen Sie ein bestimmtes Kontingent an Flugstunden im Voraus, ähnlich wie bei Prepaid-Kreditkarten. Bei der Buchung eines Fluges wird dieser vom Guthaben auf der Karte abgezogen.

Da Sie sich bereits im Vorfeld für ein bestimmtes Kontingent entscheiden, erhalten Sie meist einen deutlich günstigeren Preis als bei der Buchung einzelner Flüge. Voraussetzung ist allerdings, dass Sie sich im Klaren sind, wie viele Flugstunden Sie benötigen werden.

Je nach Vertrag verfallen nicht genutzte Flugstunden am Ende der Vertragslaufzeit oder können in einem festgelegten Zeitrahmen abgeflogen werden.

Darüber hinaus werben Jet Cards mit dem Vorteil, dass der Kunde stets Zugriff auf die gesamte Flotte und somit zu jedem Zeitpunkt das passende Flugzeug zur Verfügung habe.

Vorteil 1: günstiger Preis

Der niedrigere Preis pro Flugstunde ist der wohl meistgenannte Vorteil von Jet Cards. Es lohnt sich aber, mehrere Anbieter zu vergleichen und die Verträge genau zu studieren:

Bei einigen Anbietern gelten Ausnahmen für „Stosszeiten“, zum Beispiel in der Ferienzeit oder bei Grossereignissen mit deutlich höheren Preisen. Manchmal kommt die sogenannte Taxi Time, also das Rollen zur Landebahn, hinzu – mit bis zu 15 Minuten pro Flug! In Summe führt dies schnell zu deutlich höheren Preisen. Oder es kostet extra, wenn Sie ein „non-preferred FBO“ („nicht bevorzugte Flughafenbetreiber“) nutzen wollen.

Fazit: So oder so lohnt es sich, die Verträge genau anzusehen und die durchschnittlichen Kosten mit denen eines On-Demand Charterflugs oder mit Vielfliegerprogrammen zu vergleichen.

Vorteil 2: Zugriff auf die gesamte Flotte

Zunächst hört es sich verlockend an, bei Jet Cards stets Zugriff auf die gesamte Flotte zu haben. Aber auch Charteranbieter haben Zugriff auf eine Vielzahl an Jets und finden durch ihre flexible Arbeitsweise häufig sogar besser geeignete Flugzeuge als Jet Cards.

Merke: Abweichungen von Vertragsbedingungen bedeuten zusätzliche Kosten.

Bei Charterflügen oder Vielfliegerprogrammen wissen Sie bei jedem Flug ganz genau, wie viel Sie bezahlen werden und Sie können sich immer für das „passendste“ Flugzeug entscheiden.

Jet Cards im direkten Vergleich

Bevor Sie sich für ein bestimmtes Modell entscheiden: Holen Sie verschiedenen Angebote ein, ein „scharfer“ Blick in die Vertragsdetails lohnt sich immer und rechnen sie alle Varianten durch.

Und wenn es auf den ersten Blick auch nicht so scheint: On-Demand Charter und Vielfliegerprogramme sind meist nicht teurer als eine Jet Card, aber vielfach billiger und vor allem flexibler.

 

 

Topics: Posted in Allgemein, Jet Cards

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