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Warum (be)nutzt man ein Privatflugzeug?

Posted on by Daniel Kunz

Für die meisten unserer treuen Blog-Leser sind die offensichtlichen Vorteile dieser Art zu reisen wie beispielsweise Sicherheit, Diskretion und  Zeitersparnis bekannte Tatsachen, aber wie so oft im Leben existieren da noch jene Dinge, die nicht auf den ersten Blick erkennbar sind, im Neuhochdeutsch „soft facts“ (im Gegensatz zu den unsäglichen „fake news“ ;-)). Begleiten Sie mich doch einfach auf meiner Reise im Privatflugzeug:

Ich fahre am separaten Business Aviation Terminal vor, werde freundlich begrüsst, übergebe meinen Autoschlüssel und begebe mich zur Zoll- und Ausweiskontrolle. Derweil wird mein Gepäck entladen, welches mit mir durch die Kontrolle geht. Sie erkennen die feinen Unterschiede zum Airline Terminal? Selbst wenn ich per ÖV anreise – gleiches Prozedere.

Unmittelbar nach der Kontrolle wartet einer der Piloten und begrüsst mich per Handschlag. Ich sehe, dass mein Gepäck sorgsam eingeladen wird und wir gehen zum Flugzeug. Klappe, ähem, Türe zu.

Ist ja klar, dass auch die charmante, für den Service zuständige Dame mich herzlich mit Namen begrüsst, ja sogar lächelt und zeigt, dass sie Spass an ihrem Beruf hat. Sie fragt, wo ich sitzen möchte – voilá.

Meistens ist zu diesem Zeitpunkt die Startfreigabe schon da – off we go!

Zuerst gibt’s ein Getränk und was zum Knabbern. All das geniesse ich in meinem zugegebenermassen sehr bequemen Sitz – und zwar ohne, dass die Lehne des Vordermanns mir fast ins Gesicht springt, mein Nachbar seinen Ell- in meinem Rippenbogen platziert und aus dem zerfledderten Inflight-Magazine noch Essensreste von vorherigen Passagieren den Weg auf meinen Schoss finden. Habe ich schon erwähnt, dass in der besagten Bordlektüre die Kreuzworträtsel und Sudokus auch meist schon mehr oder weniger gelöst wurden, und zwar nicht von mir?

Unterwegs bin ich ICH. Klingt seltsam, ist aber so. Die Besatzung geht auf mich und meine Bedürfnisse ein, nicht ich muss auf dieses und jenes Rücksicht nehmen oder gar Befehlen folgen.

Es ist „mein“ Flugzeug, weil es genau dorthin fliegt, wo ich hin will und weil es genau dann abhebt, wenn es meine Agenda erfordert. Weiter schlafe ich viel lieber im Liegen als im Sitzen und esse gerne dann, wenn ich Hunger habe und nicht wenn die Crew bestimmt, dass es jetzt Zeit dazu ist. Meine Cateringwünsche sind schon vor dem Flug an die Besatzung mitgeteilt worden, so dass die ewige Frage „Chicken or Pasta“ sich erübrigt. Nachschlag? Kein Problem.

Vergessen Sie beim Essen auf dem Linienflug auch nicht den Nachbarn, der seinen Ellbogen rhythmisch an Ihren Rippen scheuert und wehe Sie haben den Mittelsitz zugewiesen bekommen! Dann wird’s erst richtig lustig, wenn alles Essbare in gediegenem Plastik, gepresst in vorgeformte Abteile serviert wird, gedeckt mit heisser Alufolie, dass Essen aber leider nur lauwarm, das Plastikbesteck in einer Folie, die sich standhaft weigert, geöffnet zu werden, Salz und Pfeffer in geringsten Mengen – aber der Nachbar streut diese beim Öffnen sicher noch auf ihre Seite – und die Getränke nur im Pappbecher, heiss oder kalt.

Haben Sie schon einmal ausprobiert, in Freizeitkleidung in einen Airliner ein- und in einem feinen Buisness-Anzug auszusteigen. Viel Spass, gute Kondition und überdurchschnittliche Gelenkigkeit auf der Toilette – wenn Sie das überhaupt im Handgepäck mitführen können bzw. dürfen. Im Geschäftsflieger – kein Problem!

Last but not least: Ich kenne alle anderen Passagiere an Bord persönlich und muss nicht damit rechnen, dass mein Flug durch allerlei sonderbares Verhalten fremder Menschen gestört wird.

Die Ankunft am Zielort? Wie der Beginn meiner Reise – nur in umgekehrter Reihenfolge.

Wegen all dem – und noch vielem mehr – (be) nutze ich das Privatflugzeug! Und Sie …?

Topics: Posted in Privatjet Chartern

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