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Projektbericht Flugplatz Dübendorf

Posted on by Fabio Hausammann

Für die Entwicklung des Flugplatzes Dübendorf hat das Jahr 2017 erfreulich begonnen. Mit seiner Neubeurteilung zur zukünftigen Nutzung des Flugplatzareals Dübendorf hat der Regierungsrat des Kanton Zürich am 11. Januar 2017 eine Kehrtwende vollzogen.

Er kam zur Einsicht, dass für raumintensive Infrastrukturen wie z.B. Flugplätze in der Schweiz keine Raumreserven bestehen und dass es deshalb nachvollziehbar sei, dass der Bund die bestehende Infrastruktur in Dübendorf bezüglich Raum und Funktion sichern will.

Business Aviation für den Wirtschaftsstandort Zürich unverzichtbar

Zudem anerkannte der Regierungsrat, dass im Bereich der Aviatik der Bund umfassend zuständig ist und somit der Entscheid, wonach in Dübendorf ein ziviles Flugfeld errichtet werden soll, für den Kanton verbindlich ist. Mittlerweile hat der Regierungsrat auch eingesehen, dass die Business Aviation für den Wirtschaftsstandort Zürich mit seiner Ausstrahlung und seinen Ansprüchen unverzichtbar und es daher wichtig ist, dieser am Flughafen Zürich verdrängten Flugsparte in Dübendorf eine bedarfsgerechte und immer noch zentrumsnahe Infrastruktur zur Verfügung zu stellen.

Konzept der Dreifachnutzung

Mit der Ablehnung des von den Standortgemeinden eingereichten Alternativkonzeptes «Historischer Flugplatz mit Werkflügen» am 23. März 2017 durch den Bund wurde zum wiederholten Male bestätigt, dass der Flugplatz Dübendorf dereinst der Business Aviation dienen soll und dass das Anfang 2014 ausgeschriebene Konzept der Dreifachnutzung zur Umsetzung kommen wird. Bereits am 31. August 2016 hatte bekanntlich der Bundesrat die konzeptionellen Ziele und Vorgaben zum Flugplatz Dübendorf im Konzeptteil des Sachplans Infrastruktur der Luftfahrt behördenverbindlich verankert:

Teile des Militärflugplatzes Dübendorf werden in ein ziviles Flugfeld umgenutzt. Dieses dient in erster Linie dem Geschäftsreiseverkehr. Weiter soll es Werkflügen sowie Sport- und Freizeitflügen offen stehen. Aviatische Grundschulung sowie Linien- und Charterketten-Verkehr sind ausgeschlossen.

Das zivile Flugfeld Dübendorf beherbergt eine Helikopter-Basis für Rettungsflüge und Flüge der Kantonspolizei. Weitere gewerbsmässige und private Helikopterflüge sind möglich.

Das zivile Flugfeld Dübendorf lässt eine Mitbenützung durch die Luftwaffe für Flüge mit militärischen Helikoptern und Flächenflugzeugen zu.

Sachplan Infrastuktur der Luftfahrt, Konzeptteil, 31.8.2016

Mit der klaren Haltung des Bundes zum Alternativkonzept wurde nun Planungssicherheit geschaffen.

Basierend auf dem Auftrag, dem Bundesrat bis im März 2019 ein SIL-Objektblatt zur Genehmigung vorzulegen, hat das BAZL am 2. Februar 2017 den SIL-Koordinationsprozess eingeleitet. Unter Einbezug der Fachstellen von Bund und Kanton, der drei Standortgemeinden, der Planungsgruppe Glattal sowie der Flugplatz Dübendorf AG werden die Grundlagen für die Planung der Infrastruktur und des künftigen Betriebs gelegt.

Gesamtarchitektonisches Konzept

In naher Zukunft stehen die nächsten SIL-Koordinationsgespräche und die Fertigstellung des Pflichtenhefts für den im zweiten Quartal 2017 geplanten Studienauftrag im Zentrum der Tätigkeiten. Der Architekturwettbewerb soll der Flugplatz Dübendorf AG die bestmögliche Lösung für ein gesamtarchitektonisches Konzept aufzeigen. Basierend darauf soll das eigentliche Bauprojekt und das Plangenehmigungsgesuch erarbeitet werden.

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