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Privatjet: Vor- und Nachteile von Kauf, Jet Card, Charter

Posted on by Marcel Wepfer

Sie wollen mit dem Privatjet reisen? Dann können Sie entweder einen Jet mieten, eine Jet Card nutzen oder sich ein eigenes Flugzeug anschaffen. Jede dieser Varianten hat Vor- aber auch  Nachteile, die sorgsam abgewogen sein wollen. Diese Übersicht hilft Ihnen dabei:

Kauf

Einen eigenen Privatjet zu besitzen, hat viele Vorteile: Sie wählen die Maschine selber aus, passen sie bis ins letzte Detail Ihren Bedürfnissen und Wünschen an und sie steht Ihnen rund um die Uhr zur Verfügung. Allerdings hat das auch seinen Preis, bei der Anschaffung ebenso wie bei den laufenden Kosten. Wem Full Ownership (alleiniges Eigentum) zu viel ist, der kann sich zum Beispiel für Fractional Ownership (Teileigentum) entscheiden. So kann man sich die Kosten mit weiteren Eigentümern teilen, muss aber entsprechende Kompromisse bei Details und Nutzung eingehen.

Als Faustformel gilt: Der Besitz eines Privatjets lohnt sich ab 400 Flugstunden pro Jahr. Fünf Tipps zur Anschaffung finden Sie hier.

Jet Card

Jet Cards funktionieren nach dem Prepaid-Prinzip: Sie zahlen im Voraus für eine gewünschte Anzahl von Flugstunden. Wenn Sie dann fliegen, werden diese von Ihrem „Guthaben“ abgezogen. Normalerweise müssen Sie Ihre Stunden innerhalb eines Jahres aufbrauchen.

Ein Vorteil: Da Sie alle Flugstunden zusammen vorab bezahlen, entsteht später kein zusätzlicher administrativer Aufwand für weitere Zahlungen. Auch Buchungen gehen schnell und unkompliziert vonstatten, da Ihre Daten von Anfang an hinterlegt sind.

Je mehr Stunden Sie buchen, desto günstiger wird üblicherweise der Preis pro Stunde. Das kann attraktiv sein, wenn Sie genau wissen, wie viele Stunden Sie fliegen werden. Wissen Sie es nicht, oder fliegen weniger als erwartet, könnte es ein böses Erwachen geben, wenn die Stunden verfallen.

Oft lauern bei Jet Cards auch versteckte Kosten: Viele Anbieter behalten sich zum Beispiel Preisänderungen vor, etwa für den Fall von steigenden Kerosinpreisen oder bei Grossereignissen am Reiseziel. Oft wird auch die Taxi Time, also das Rollen zur Startbahn, zur Flugzeit hinzu gerechnet. Das kann sich schnell summieren und auf das Flugstunden-Konto drücken.

Auch wichtig zu wissen: Wer mit der Jet Card nur eine Strecke fliegt, kann mit geringeren anteiligen Kosten für die Positionierung rechnen, als jemand, der hin und zurück fliegt. Daher gilt generell, dass sich Jet Cards eher für One-Way-Flüge lohnen.

On-Demand Charter

Beim On-Demand Charter zahlen Sie Flug für Flug. Im Vergleich zur Jet Card ist der administrative Aufwand ein wenig höher. Auch die Buchung kann etwas länger dauern, wenn Sie allerdings bei einem Charteranbieter bleiben, der Ihre Daten gespeichert hat, fällt das weg. Viele Anbieter bieten zudem Vielfliegerprogramme an, bei denen Sie auch Stunden im Voraus bezahlen und so den buchhalterischen Aufwand reduzieren können.

Der grosse Vorteil bei On-Demand Charterflügen ist die deutlich grössere Flexibilität. Denn Sie sind nicht an einen Anbieter gebunden, sondern können jedes Mal das Flugzeug und den Anbieter frei wählen und so das absolut passendste Angebot auswählen, egal ob Sie alleine reisen oder zusammen mit anderen. Anbieter von On-Demand Charter können normalerweise auch besser mit kurzfristigen Planänderungen umgehen.

Beim Preis gilt: Einzelne Flüge können teurer sein als mit einer Jet Card, müssen sie aber nicht. In jedem Fall erhalten Sie im Vorfeld eine verbindliche Preisauskunft, versteckte Kosten gibt es nicht. Ausserdem können keine schon bezahlten Flugstunden verfallen.

Fazit

Generell kann man sagen, dass Jet Cards erst ab 50 Flugstunden pro Jahr sinnvoll sind. Für Passagiere, die Wert auf Flexibilität legen, ist in der Regel jedoch On-Demand Charter am besten geeignet. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, zu kombinieren: So können Sie etwa für One-Way-Flüge eine Jet Card nutzen und für Return-Flüge einen Privatjet chartern.

Oder vielleicht wollen Sie sich ja doch lieber ein eigenes Flugzeug anschaffen? Am Ende gibt es keine Pauschallösungen – es entscheidet immer das individuelle Flugverhalten. Lassen Sie sich dazu gerne von den Experten von Premium Jet beraten.

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Weitere  Informationen erhalten Sie ausserdem in unserem E-Book „On-Demand Charter vs. Jet Cards“:

Topics: Posted in Allgemein, Jet Cards, Privatjet Chartern, Privatjet kaufen

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